Wussten Sie schon, dass der Apostel Paulus Marathonläufer war?

4000 Kilometer hat er auf seinen Reisen überwiegend zu Fuß zurückgelegt. Auf seinem Weg hatte er nicht nur gegen Hitze und Kälte, gegen Regen und Schnee, Blitz und Donner zu kämpfen, er wurde auch von Menschen angefeindet, gesteinigt, vertrieben und geschlagen. Als ob das nicht genug wäre, wird er auch noch von Krankheit einem „Stachel im Fleisch“, wie er es nennt, geplagt. Und doch macht Paulus sich immer wieder auf den Weg, denn er vertraut auf Gottes Zusage: Meine Kraft wirkt gerade in unserer Schwäche.

In Frankfurt machen sich wieder Zehntausende auf die Marathonstrecke. Hitze wird sie sicher nicht hindern, aber vielleicht Regen und Wind. Und ganz besonders Krankheiten und Verletzungen, der Mann mit dem Hammer als ihr „Stachel im Fleisch“. So kann Paulus Beispiel dafür sein trotz massiver Hindernisse und gesundheitlicher Belastungen, nicht aufgegeben zu haben. Gerade in seiner Schwäche hat Paulus die Kraft Gottes erfahren und macht dadurch Mut bei eigener Schwäche und eigenen Einschränkungen auf Gottes Kraft zu vertrauen.

Gerade in unserer Schwäche wirkt Gottes Kraft.

Mit dieser Zusage wollen wir die Läuferinnen und Läufer ermutigen und laden dafür ganz herzlich nach der Nudelparty unten in der Halle

am Samstag, den 28.10.2017 um 18 Uhr in den Blauen Saal im 1. Stock der Festhalle.

Die Predigt wird in diesem Jahr zum letzten Mal von Pfarrer Tony Jung-Hankel gehalten. Nach 15 Jahren ertragreicher Zusammenarbeit mit den Veranstaltern des Marathons wird er die Organisation und Gestaltung des Gottesdienstes abgeben. Er ist Klinikpfarrer in einem Unfallkrankenhaus und begleitet dort Menschen, die durch Unfall und Krankheit aus dem Alltag gerissen wurden. Er unterstützt sie trotz gesundheitlicher Einschränkungen neue Lebensperspektiven zu entwickeln. Auch er selbst muss sich einer fortschreitenden Erkrankung stellen, die seine Laufwege deutlich einschränkt und dazu herausfordert in der eigenen Schwäche auf die Kraft Gottes zu vertrauen.

Die Liturgie wird wieder ökumenisch unter Mitwirkung der katholischen Gemeindereferentin Gabriele Braun, gestaltet werden.

Unterstützt werden sie dabei wie in den vergangenen Jahren vom Posaunenchor der Kirchengemeinde Eschborn unter der Leitung von Richard Krüger. Die begabten Blechbläser werden wieder nicht nur im Blauen Saal, sondern in weiten Teilen der Messe zu hören sein und zum Mitsingen einladen.