Stuetzpunkt-cup
Kleinster und erfolgreichster Stützpunkt des E.ON Kassel Marathon: Kassel Nord. Über den Pokal freuen sich (v.l.): Manfred Opl, Heidi Helferich, Dirk Stoll, Jens Richter, Thorsten Bunzenthal, Christine Tschirner und Achim Strebe. (Foto: mikü)

Artikel von Michael Küppers

Zum dritten Mal traten beim E.ON Kassel Marathon 2015 haupt-, neben- und ehrenamtliche Mitarbeitende aus Kirche und kirchennahen Institutionen zu Deutschen Meisterschaften in Kassel an, die diesmal schon vom Titel her die ökumenische Ausrichtung betonten. Dabei ging diesmal der Titel Ökumenischer Deutscher Kirchenmeister im Marathon erstmals nach Bayern: Armin Roucka von der Maria Ward Schule in Nürnberg gewann in der neuen Rekordzeit von 3:01:59 Stunden vor Karsten Warmburg (3:04:35), der damit die Wertungsklasse der Unter- Fünfzig-Jährigen gewann, und Armin Wölfl (3:12:43). Die einzige weibliche Teilnehmerin Iris Walker aus Züschen belegte mit 4:19:20 den 9. Platz unter den 15 Teilnehmenden. Ältester Teilnehmer war Pfarrer Martin Simon (60) der gleichzeitig als Brems- und Zugläufer für 4:15 Stunden unterwegs war.

Schnellster auf der Halbmarathon-Strecke war Florian Beisheim von der Evangelischen Bank in Kassel (1:14:52), der mit seinem dritten Sieg in Folge das "Triple" schaffte, vor Michael Glüber vom Caritasverband der Diözese Fulda (1:25:51), der gleichzeitig die Altersklasse M40 gewann) und Matthias Fischer (1:30:53 h, Sieger M30). Die Altersklasse M50 gewann Christian Prüfer vom Evangelischen Pressedienst in 1:38:26, M60-Sieger wurde der Küster der St. Michael-Gemeinde Stadtallendorf, Helmut Weitzel. Der älteste Teilnehmer der Meisterschaften war wieder der nunmehr 70-jährige Dekan i. R. Gerd Enno Haenisch in 2:50:35. Die ersten Plätze bei den Frauen gingen an drei Religionslehrerinnen: Deutsche Kirchenmeisterin im Halbmarathon wurde Angelika Grafe- Bunzenthal (1:57:35) vor Christine Tschirner (2:01:21), beide W50, und Katharina Goeb (2:05:51), die auch als W30erin die Hauptklasse gewann.

Staffelsieger wurde in diesem Jahr das Team mit der weitesten Anreise, das Evangelische Hospiz Stendal, das in den Vorjahren einmal die (inoffizielle) Mixed- und die (ebenfalls inoffizielle) Frauenwertung gewonnen hatte. "Wir kommen immer wieder wegen der guten Stimmung gerne nach Kassel", so Mannschaftsführer Pfarrer Ulrich Paulsen, der mit Schwester Anette Wichert, Schwester Ramona Nitsche- Höppner und Stephan Mattheis die Siegerpokale in Empfang nahm. Das schnellste Männerteam stellte diesmal die Bruderhilfe Versicherung als Dritte, und das einzige Frauenteam kam von der Diakoniestation Haus Victorquelle aus Bad Wildungen. Insgesamt kamen damit 103 Personen ins Ziel der Kirchenmeisterschaften. Die meisten natürlich - ganz getreu dem Motto "Wir bewegen die Region" - aus dem Bereich der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und der Diözese Fulda. Es ist aber auch zu beobachten, dass dieses Mal erstmals Teilnehmer aus Bayern und Westfalen starteten. "Allerdings sind auch wesentlich mehr auf der Strecke zu sehen, die schon von der Kleidung her offenbar ebenfalls in diakonischen oder caritativen Einrichtungen arbeiten - die aber (wieder) nicht für die Kirchenwertung gemeldet waren", so Marathon-Pfarrer Dirk Stoll, der mit seinem Team vor Beginn der Wettbewerbe wieder eine Andacht durchführte. "Und auch bei Einzelstartern höre ich immer wieder: ,Ich kann doch nicht bei Meisterschaften starten, dazu bin ich doch nicht gut genug'. Das ist schade, weil diese Meisterschaften ja auch eine tolle Möglichkeit sind, christlich Farbe zu bekennen", so Pfarrer Stoll.

Vielleicht gewinnt dieser Gedanke aber bis zum nächsten E.ON Kassel Marathon (16. bis 18. September 2016) noch Raum.

Kleinster Stützpunkt war der Schnellste

Traditionell gehört der "Marathon-Stützpunkt-Cup" zu den Sonderwertungen im Rahmen des E.ON Kassel Marathon. Drei Marathon- Teilnehmer pro Stützpunkt kommen dabei in die Wertung, die Zeiten werden addiert. Nicht alle der 17 Stützpunkte stellten in diesem Jahr Teams, viele ihrer Läufer hatten den Start im Halbmarathon oder in der Staffel vorgezogen. Dennoch nahmen fast 40 Läufer aus zehn Stützpunkten am Marathon-Wettbewerb teil, darunter einige Debütanten wie Ulf Engelhardt (Stützpunkt Baunatal) und Martin Isgen (Stützpunktleiter Frankenberg) Insgesamt ist Marathon-Chef Winfried Aufenanger so mit der Beteiligung der Stützpunkte am Event sehr zufrieden, die wichtige Säulen im Veranstaltungs-Konzept sind. Im Marathon-Stützpunkt-Cup gab es in diesem Jahr eine Überraschung. Denn der kleinste Stützpunkt war diesmal der Beste.

Der Stützpunkt Kassel-Nord unter Leitung von Marathon-Pfarrer Dirk Stoll stellte die schnellsten Läufer. "Das lag wohl daran, dass Ihr den besten Draht nach oben habt", sagte Winfried Aufenanger zum Siegerteam im Rahmen der Ehrung am Bühl in Ahnatal. Moritz Pickhardt, Jeremy Tschirner und Manfred Opl holten in der Gesamtzeit von 10:37:22 Stunden erstmals den Titel für den Stützpunkt Kassel Nord, der seinen Trainingsstart- und Zielort an der Evangelischen Kirche Rothenditmold hat und in diesem Jahr personell gut gewachsen ist. Das hat sich nun bezahlt gemacht. "Kassel Nord ist ein gutes Beispiel dafür, wie engagierte Stützpunkte funktionieren", lobte Winfried Aufenanger die Arbeit von Dirk Stoll und seinen Lauftrainern. Der Marathon-Pfarrer freute sich nicht nur über den Titel für sein Team, sondern auch darüber, dass mit Christine Tschirner als Vizemeisterin der Ökumenischen Deutschen Kirchen-Meisterschaften und Thorsten Bunzenthal als Hessischer vhs-Meister M50 zwei weitere Läufer aus seinem Stützpunkt erfolgreich waren.

Zweite wurde der Stützpunkt Kassel (10:43:04) mit Rainer Plath (mit 3:05:19 Schnellster in der Stützpunkt-Einzelwertung), Ursula Henning und Marathon-Covergirl Martha Rosenhahn, die zum neunten Mal den Marathon in Kassel absolvierte vor dem Stützpunkt Edertal mit Oliver Ritter, Urs Freitag und Hans-Jürgen Stößer (10:59:06).

Quelle: http://www.kassel-marathon.de/